Häufig gestellte Fragen
Was ist Dünnglas und wie dünn kann es sein?
Als Dünnglas bezeichnet man Glas mit einer Dicke unter 1 mm. MDI bearbeitet Dünnglas von nur 0,030 mm (30 µm) bis 0,2 mm – dünner als ein menschliches Haar.
Bei diesen Dicken verhält sich Glas fast wie ein flexibles Material und erfordert völlig andere Bearbeitungsverfahren als Standardglas. Herkömmliche mechanische Werkzeuge können es nicht ohne Brüche oder Abplatzungen bearbeiten.
Welche Dünnglas-Typen bearbeitet MDI?
MDI bearbeitet eine breite Palette an Dünnglas-Typen, darunter:
- Borosilikatglas (z. B. SCHOTT D 263)
- Aluminosilikatglas
- Alkalifreies Displayglas
- Beschichtetes Glas und TCO-Glas (transparent leitfähiges Oxid)
- Flexible Glassubstrate für Roll-to-Sheet-Anwendungen
Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Glastyp geeignet ist, kontaktieren Sie uns mit Ihren Materialspezifikationen – wir beraten Sie gern direkt.
Welchen Unterschied macht die Erfahrung von MDI bei Dünnglas?
MDI Advanced Processing wurde 2005 als Joint Venture zwischen Mitsuboshi Diamond Industrial – dem weltweit führenden Hersteller von Glasschneidemaschinen – und der SCHOTT AG gegründet, einem der angesehensten Spezialglashersteller weltweit. Diese Verbindung aus Maschinenbau-Kompetenz und tiefem Wissen über das Material Glas ist in der Branche einzigartig.
Mit über 90 Jahren Erfahrung im Glasschneiden und über 30 Jahren Erfahrung in der Laser-Glasbearbeitung verfügt MDI über ein Prozesswissen für Dünnglas, das die meisten Anlagenhersteller schlicht nicht erreichen. Wir verstehen nicht nur die Maschinen, sondern das Material selbst.
Welche Schneidverfahren stehen für Dünnglas zur Verfügung?
MDI bietet zwei grundlegende Verfahren für die Dünnglasbearbeitung:
- Mechanisches Ritzen & Brechen – mit Präzisions-Schneidrädchen, die speziell für Dünnglas entwickelt wurden. Unsere Penett®- und APIO®-Rädchen sowie das SOLID-D®-Werkzeug erzeugen kontrollierte Ritzlinien, die zu Kanten in Spiegelqualität ohne Partikel und ohne Mikrorisse führen.
- Laserschneiden – mit grünem Laser (532 nm), Pikosekunden-IR-Laser oder CO2-Laser für eine berührungslose, trockene Bearbeitung. Beim Laserschneiden wirkt keine mechanische Kraft auf das Glas.
Das beste Verfahren hängt von Glastyp, Dicke, geforderter Kantenqualität und Stückzahl ab. Wir helfen Ihnen, die richtige Lösung zu finden.
Was ist SOLID-D® und worin unterscheidet es sich von herkömmlichen Schneidrädchen?
SOLID-D® ist ein von Mitsuboshi Diamond Industrial entwickeltes Schneidwerkzeug speziell für Dünnst- und Flexglas. Es erzielt Ergebnisse, die herkömmliche Schneidrädchen nicht erreichen:
- Keine Partikel, keine Mikrorisse – reduziert Glasschäden bei nachfolgenden Bearbeitungsschritten und beim Transport deutlich
- Biegefestigkeit von 1 GPa nach dem Schneiden – macht echtes flexibles und biegbares Glas wirtschaftlich realisierbar
- Schnittkanten in Spiegelqualität – keine Nachbearbeitung erforderlich
- Höchste Präzision und Vertikalität – höchste Effizienz beim Schneiden kleiner Chips
- Dasselbe Werkzeug bearbeitet 50-µm- und 100-µm-Glas – kein Werkzeugwechsel nötig
- Erreicht einen Biegeradius von nur R≈1,5 mm bei harzlaminiertem Glas (PET-Glas-Verbund)
Das SOLID-D®-Werkzeug wird auf der MDI-Maschine TGS650 CE eingesetzt und ist die bevorzugte Lösung für Flexglas-Anwendungen wie faltbare Displays, flexible Touch-Sensoren, flexible Beleuchtung und flexible PV-Zellen.
Was ist die geringste Dicke, die MDI bearbeiten kann?
MDI bearbeitet Dünnglas ab 0,030 mm (30 µm).
Zum Vergleich: Ein normales Blatt Büropapier ist etwa 100 µm dick – unser Minimum entspricht rund einem Drittel davon. Bei 30 µm muss das Glas mit äußerster Sorgfalt gehandhabt werden, und unsere Systeme sind so ausgelegt, dass jegliche Spannung vermieden wird, die zum Bruch führen könnte.
In welchen Branchen wird Dünnglasbearbeitung eingesetzt?
Dünnglas ist ein entscheidendes Material in mehreren wachstumsstarken Branchen:
- Unterhaltungselektronik – Deckgläser für Smartphones, Kameralinsen, Abdeckungen für Fingerabdrucksensoren
- Displaytechnik – OLED- und LCD-Displaysubstrate, Touch-Panel-Abdeckungen
- Flexible Elektronik – faltbare Displaypanels, flexible Touch-Sensor-Panels, flexible Beleuchtung
- Photovoltaik – Dünnschicht-Solarzellensubstrate, flexible PV-Zellen
- Halbleiter & Mikroelektronik – Wafer-Level-Packaging, MEMS-Bauteile
- Medizintechnik – Lab-on-Chip-Substrate, mikrofluidische Systeme, Diagnostik-Objektträger
- Automobil – HUD-Glas (Head-up-Display), Displayabdeckungen im Innenraum
- Kleine Glasfenster – Architektur- und Spezialanwendungen
Kann ich die Dünnglasbearbeitung von MDI testen, bevor ich in eine Maschine investiere?
Ja. MDI betreibt eine eigene Lohnfertigung, in der Sie Ihre ersten Chargen aus Dünnglas bearbeiten lassen können, ohne Anlagen anschaffen zu müssen. So lässt sich der Prozess validieren, die Kantenqualität prüfen und die Ausbeute bestätigen, bevor Sie sich für eine Investition entscheiden.
Senden Sie uns einfach Ihre Glasspezifikationen und die gewünschte Geometrie – wir fertigen Muster zur Bewertung. Kontaktieren Sie uns unter sales@mdi-ap.com.
Welche Kantenqualität ist beim Schneiden von Dünnglas erreichbar?
Mit dem SOLID-D®-Schneidwerkzeug erreichen die Kanten von Dünnglas Spiegelqualität – optisch makellose Oberflächen ohne Partikel und ohne Mikrorisse, dazu eine Biegefestigkeit von 1 GPa nach dem Schneiden. Das ermöglicht echte Flexglas-Anwendungen mit Biegeradien von nur R≈1,5 mm in Kombination mit Harzlaminierung. Eine Nachbearbeitung ist nicht erforderlich.